Mattia wird am 19. April 24 Jahre alt
24 Jahre, in denen er das Leben anderer mit seinem Lächeln, seiner Lebensfreude, seiner Liebe, seiner Großzügigkeit und seiner lebendigen Intelligenz erfüllt hat.
Mattia hat das Leben vieler Personen bereichert, und das macht er immer noch, obwohl er aufgrund eines anaphylaktischen Schocks seit mittlerweile fast einem Monat im Koma liegt.
Eines Morgens ging er wegen einer banalen Blasenentzündung zum Arzt, so wie es viele von uns schon unzählige Male getan haben. Der Arzt verschrieb ihm ein Antibiotikum, das er bereits mehrere Male eingenommen hatte. Anschließend ging er nach Hause zurück um für sich und seinen Freund Mirko, der ihn besuchen sollte, das Mittagessen vorzubereiten. Als wir am Abend zurückkehrten war die Pasta noch am Kochen, der Salat war gewaschen, der Tisch gedeckt, alles sah ganz normal aus. Das Schicksal wollte jedoch, dass Mattia dieses Mittagessen nie fertig vorbereiten könne, weil das zuvor - nach Anweisung - eingenommene Medikament einen anaphylaktischen Schock mit anschließendem Herz-Kreislauf-Stillstand auslöste.
Mattia konnte die Rettungskräfte noch informieren, als ihm schlecht wurde. Bei Ankunft fanden sich diese jedoch vor einer verschlossenen Tür. Es verstrichen viele wertvolle Minuten, bis die Feuerwehrleute ankamen um die Tür zu öffnen und die Rettungskräfte Mattia reanimieren konnten. Zu diesem Zeitpunkt lag Mattia bereits im Sterben.
Sie haben es geschafft, Mattia hat es geschafft. Er hat gekämpft um bei uns bleiben zu können, mit all seiner Kraft und all seiner Lebensfreude.
Sein Hirn war jedoch lange, zu lange, ohne Sauerstoff und die Folgeschäden sind schwerwiegend.
Nachdem Mattia 29 Tage lang im Krankenhaus Bozen behandelt wurde, hat man ihn in eine neurologische Klinik in Bad Aibling in Deutschland überstellt. Die Klinik verfügt über die nötigen Geräte, um Mattias Chancen besser einschätzen zu können, da er seit nunmehr einem Monat noch nicht aus dem Koma erwacht ist.
Die Familie ist mit ihm, seine Mutter Dilva und sein Vater Renato, beides Pensionisten, sowie seine Schwester Francesca, die neben ihrer Arbeit und der Erziehung ihrer 17 Monate alten Tochter in Modena, auch immer ins Krankenhaus fährt.
Diese Situation ist für die Familie sehr schwierig, auch wenn eine Konvention der Provinz die Klinikkosten für Mattia übernimmt. Die Kosten für den Transport im Krankenwagen, für Unterkunft und Verpflegung, das Sanitätsticket von 10 Euro am Tag, das in Deutschland bezahlt werden muss, für jede Therapie und Untersuchung, die nicht in die Konvention fallen, müssen von Mattias Familie getragen werden.
Wenn die Untersuchungsergebnisse positiv sind und Mattia in Deutschland bleiben kann, könnte es sein, dass sich die Familie bis zu 6 Monaten in Deutschland aufhalten muss. Und wir alle hoffen es.
Aus diesem Grund, und weil wir auf ein positives Ergebnis hoffen, bevor wir weiter in die Zukunft denken, möchten wir der Familie Mattia helfen.
Wir haben ein Komitee namens "Il viaggio della speranza per Mattia" gegründet und ein Spendenkonto eingerichtet. Wir organisieren eine Geburtstagsfeier für ihn, um weitere Spenden zu sammeln und die Stadt zu sensibilisieren.
Auf dieser Internetseite finden Sie alle Neuigkeiten über Mattias Aufenthalt in Deutschland.
Ein großes Dankeschön von Seiten der Familie, aber vor allem von Seiten von Mattia, an all jene, die ihm helfen wollen.
Am 19. April wird Mattia 24 Jahre alt. Wir feiern mit ihm den Anfang seines erwachsenen Lebens und hoffen, dass es wirklich so sein wird und er sein Leben als Mann genießen kann.